Bodenbelag ABC: Naturstein – der einzigartig Robuste

Die Kinder spielen mit Bausteinen am Boden, Gäste rutschen auf ihren Sesseln mit einem schmerzhaften Quietschen hin und her und man selbst wirft versehentlich das Küchenmesser runter – Bodenbeläge werden im Laufe ihres Lebens auf so einige harte Proben gestellt. Manch einer ist dabei robuster als der andere. Während Parkett vergleichsweise anfällig für Kratzer ist, können bestimmte Natursteinarten einiges mehr einstecken.

Naturstein ist ein äußerst exklusiver und beständiger Bodenbelag.

Was ist Naturstein?

Naturstein umfasst alle Gesteine, die man in der Natur vorfindet und erwerben kann. Im Falle von Bodenbelägen tritt Naturstein in Platten mit unterschiedlichen Größen auf – entweder als Bahnen, als Fliesen oder in Pflasterform.

Was sind die Vor- und Nachteile von Naturstein als Bodenbelag?

Je nach Härte des verwendeten Materials müssen sich Natursteinboden-BesitzerInnen wenig bis gar keine Gedanken über Kratzer machen. Harte Steine wie Granit sind nur wenig anfällig für Kratzer und verzeihen vieles. Auf Schieferböden „laufen“ sich Kratzer ohne die Notwendigkeit von großen Ausbesserungsarbeiten quasi automatisch ein. Technisch gesehen hat ein Steinboden eine fast unbegrenzte Lebensdauer.

Aber auch Stein ist natürlich nicht unzerstörbar – Kratzer sind selbst bei den robustesten Natursteinarten nicht unvermeidbar, können aber oft mit speziellen Bürsten ausgebessert werden. Wie so oft kommt es auch hier besonders auf die verwendeten Materialien an.

Die Beschaffenheit des Steins hat ebenfalls Auswirkungen auf die Fleckenresistenz. In offenporige Gesteinsarten wie Sandstein kann Flüssigkeit besser einziehen als in andere. Eine Imprägnierung kann das Eintreten von Wasser in den Stein verhindern. Vorsicht geboten ist bei säurehaltigen Flüssigkeiten. Diese können die Substanz des Steins angreifen – wer solche Flüssigkeiten jedoch zeitnah abwischt, muss sich auch hier keine allzu großen Sorgen machen.

Welche Arten von Natursteinbelägen gibt es?

Wie bereits angesprochen gibt es sehr viele verschiedene Natursteinarten. Häufig als Bodenbelag in Fliesen oder Plattenform anzutreffen sind folgende:

  • Marmor
  • Kalkstein
  • Sandstein
  • Granit

Die Sortenvielfalt ist jedoch weitaus größer und manchmal finden sich auch echte Exoten unter den Gesteinsarten als Bodenbelag. Jeder Natursteinboden ist ein Unikat. Jedes Stück Stein ist anders gemasert und hat einen individuellen Charakter. Kleine Unebenheiten oder Muster machen oft den Charme eines Natursteinbodens aus.

Unterschiede ergeben sich auch durch die Behandlungsart. Naturstein kann beispielsweise gebürstet, getrommelt, geschliffen oder poliert sein, was ihm unterschiedliche Optiken und Eigenschaften verleiht. Ein Steinboden sorgt häufig für ein exklusives und majestätisches Ambiente und kann ein echter Hingucker sein.

Was gibt es bei Naturstein zu beachten?

Trotz ihrer Robustheit sind auch Natursteine zu pflegen, sodass sie auch jahrelang ihr gewünschtes Aussehen beibehalten. Aufgrund der großen Anzahl verschiedener Naturstein-Arten und deren speziellen Eigenschaften kann aber keine generelle Pflegeempfehlung abgegeben werden. Am besten lasst ihr euch im Fachmarkt zu eurem jeweils verwendeten Stein beraten.

 

Wir hoffen unser kleines „Bodenbelag ABC“ konnte euch einige Fragen beantworten und ihr werdet nun die richtige Entscheidung bei der Wahl eures Bodenbelags treffen.

 

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