Haustiere zu Silvester – was tun, wenn die Knaller kommen?

Während die Silvesternacht für uns Menschen ein Grund zum Feiern darstellt, ist er für Haustiere aller Art eine höchst verwirrende Angelegenheit. Grelle Lichter erleuchten den Nachthimmel, laute Knaller schallen durch die sonst so ruhige Nacht und zu allem Überfluss lädt Herrchen oder Frauchen noch Menschen ein, die nach schussartigem Sektkorkenknallen um Mitternacht walzertanzend durch die Wohnung wirbeln.

Das Leiden der Tiere

So gern wir Menschen an Silvester den bunten Jahreswechsel begehen, so sehr verfallen manche Haustiere in Panik. Woran liegt das? Tiere haben oft ein besseres Gehör als wir Menschen. Während ein Mensch nur Frequenzen von bis zu 20.000 Hertz wahrnehmen kann, hört beispielsweise ein Hund Töne bis zu 60.000 Hertz! Kein Wunder also, dass da das Knallen einer Silvesterrakete nicht nur verschrecken, sondern auch schmerzen kann.

Hunde leiden besonders unter der lauten Knallerei zu Silvester.

Wie verhalte ich mich richtig in meinen eigenen vier Wänden?

Aus diesem Grund sollten Haustiere die Silvesternacht immer in ihrer gewohnten Umgebung, also eurer Wohnung, verbringen. Fenster und Vorhänge sollten geschlossen sein, das Licht aufgedreht, denn so werden Lichtblitze abgedämpft – auch fensterlose Räume sind eine Alternative. Am besten schafft man durch das Aufdrehen eines Fernsehers oder Radios eine gewohnte Geräuschkulisse.

Wichtig ist außerdem, dass man Haustieren – seien es Hunde, Katzen oder Vögel – einen Rückzugsort baut. Zwei Stühle mit Decken drüber können zum Beispiel als „Höhle“ dienlich sein, in denen sich die Vierbeiner verstecken können. Tun sie das, sollte man sie in Ruhe lassen und nicht versuchen, sie herauszuholen. Vogelkäfige sollten ebenfalls mit einer blickdichten Decke zugedeckt werden.

Auch am 31. Dezember selbst und die Tage davor empfiehlt es sich, lange Aufenthalte im Freien mit den Haustieren zu vermeiden. Hunde sollten in dieser Zeit immer an die Leine genommen werden, ein verfrühter Silvesterknaller könnte sie erschrecken.

Mischek-Tipp: So schwer es auch fällt – die Haustiere sollten nicht getröstet werden! Tut man das, fühlen sie sich in ihrem Unsicherheitsgefühl nur noch bestärkt. Am besten man verhält sich ganz normal und versucht die tierischen Lieblinge durch gemeinsames Spielen abzulenken.

Mit diesen Hilfestellungen solltet ihr und eure Haustiere gut und unbesorgt ins neue Jahr rutschen. Wenn eure Tiere echte Härtefälle sind und auch diese Tipps nichts helfen, hilft nur noch der Gang zum Tierarzt. Sanfte Beruhigungsmittel können geplagten Silvestergeistern helfen, ruhig zu bleiben und die laute Nacht ohne Stress zu überstehen.